Die 7 beliebtesten Moorbeetpflanzen + 1 Geheimtipp

Moorbeetpflanzen bevorzugen saure Böden, die jedoch nicht zwangsläufig feucht sein müssen. Wir stellen Ihnen die sieben beliebtesten Moorbeetpflanzen vor und verraten Ihnen unseren Geheimtipp.


1. Schlauchpflanze (Sarracenia purpurea)

Schlauchpflanze
Diese fleischfressende Pflanze können Sie durch ihre Frostunempfindlichkeit problemlos im Freiland kultivieren. Für guten Gedeih benötigt sie viel Luftfeuchtigkeit, weshalb der Standort im Moorbeet zwingend dauernass sein sollte. Die Blätter der Schlauchpflanze sind zu interessant aussehenden Schlauchfallen umgebildet und wachsen ohne Stil direkt aus den Wurzeln heraus, wobei die Öffnung stets nach oben zeigt. Die auffälligen Blüten, die im Frühjahr noch vor dem Laub erscheinen, stehen auf langen Stängeln. Sie sind intensiv rot oder violett gefärbt.

2. Moosbeere, Cranberry (Vaccinium macrocarpon)

Moosbeere, Cranberry
Auch im Moorbeet können Sie leckere Früchte ernten. Die leuchtend roten Beeren der bodendeckenden Moosbeere sehen nicht nur ausgesprochen attraktiv aus, sie sind zudem sehr gesund und schmecken wunderbar herb-säuerlich. Die robuste Pflanze bildet kleine, eiförmige Blätter, denen man die enge Verwandtschaft der Cranberry mit der Preiselbeere ansieht. Die zarten Glockenblüten, die sich im Mai und Juni öffnen, tragen ebenfalls zur Attraktivität der Zwergsträucher bei.

3. Heidekraut (Erica)

Heidekraut
Da Heidekraut auch mit längeren Trockenphasen gut zurechtkommt, eignet es sich hervorragend zur Randbepflanzung von Moorbeeten. Die Varianten „Grauheide“, „Glockenheide“ und „Cornwallheide“ sind typische Moorbeetpflanzen und benötigen zwingend einen sauren, kalkarmen Boden mit einem pH-Wert unter 6,5. Alle drei Heidekrautgewächse blühen von Juli bis in den September oder Oktober hinein. Sie werden zwischen dreißig und vierzig Zentimeter hoch und bevorzugen etwas geschützte, warme Standorte.

4. Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)

Preiselbeere
Die leckeren Preiselbeeren, die z.B. als Marmelade gerne zu Wildgerichten gereicht werden, wachsen an immergrünen Zwergsträuchern die nur etwa dreißig Zentimeter hoch werden. Die kleinen dunkelgrünen, robusten Blätter sind typischerweise an den Rändern ein wenig nach unten gerollt. Preiselbeeren setzen zwei Mal im Jahr Blüten an. Die Frühjahrsblüte dauert von Mai bis Juni, die Sommerblüte von Juli bis August. Aus den hübschen, hängenden Traubenblüten bilden sich leuchtend rote, stark glänzende Beeren mit weißem Fruchtfleisch und vielen Samen.


5. Gartenazalee (Azalea)

Gartenazalee
Azaleen sind eine Pflanzengattung, die systematisch den Rhododendren zugeordnet werden. Es handelt sich um klein bleibende, eher in die Breite als in die Höhe wachsende Sträucher, die je nach Sorte 40 bis 150 Zentimeter groß werden. Ihre in Dolden stehenden Blüten haben häufig eine Trompetenform. Sie stehen so dicht, dass das Gehölz wie von einem farbigen Teppich überzogen wirkt. Wichtig für reichen Blütenansatz ist der richtige Standort: Azaleen lieben es so sauer wie kaum eine andere Pflanze. Der pH-Wert sollte sich zwischen vier und fünf bewegen.

6. Kamelie (Camellia)

Kamelie
Die zur Familie der Teestrauchgewächse gehörende Kamelie besticht durch die Anmut ihrer üppigen, intensiv gefärbten Blüten. Die meist aufrecht wachsenden Sträucher benötigen zwingend leicht saure Böden ohne nennenswerten Kalkgehalt. Zudem sollten Sie sich für eine möglichst winterharte Sorte entscheiden, der Sie einen windgeschützten Platz in der Nähe des Hauses oder im Halbschatten einer Mauer geben, wo Kamelien ohne Weiteres einhundert Jahre alt werden können.

7. Rhododendron, Alpenrose (Rhododendron)

Rhododendron, Alpenrose
Diese sommer-, halbimmer- oder immergrünen Kleinsträucher zählen zu den wohl beliebtesten Moorbeetpflanzen. Mit über 1.000 Arten dürften sie außerdem die vielfältigsten Blütensträucher sein. Das Farbspektrum ist sogar noch größer als jenes der Rosen, da es Rhododendren auch in intensiv blau blühenden Varianten gibt. Alpenrosen benötigen zwingend ein lockeres, humusreiches und kalkfreies Substrat. Sie gedeihen im lichten Halbschatten unter Bäumen am besten.

Geheimtipp: Gemeines Knabenkraut (Orchis morio)

Gemeines Knabenkraut
Das Knabenkraut zählt zu den wenigen einheimischen Orchideenarten, die sich problemlos im Moorbeet im heimischen Garten kultivieren lassen. Die attraktiven Blühpflanzen bevorzugen einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen relativ sauren, nährstoffarmen Boden. Diese Erdorchidee ist wintergrün und schmückt sich von April bis Mai mit zart violetten, rosafarbenen oder fast weißen Blüten, die an einem langen Stiel stehen. An einem optimalen Platz samt sich das Knabenkraut selbst aus und bildet im Laufe der Jahre große Bestände.


Häufig gestellte Fragen

Welches sind die beliebtesten Moorbeetpflanzen?

Zu den beliebtesten Moorbeetpflanzen zählen unter anderem Moosbeere, Azalee und Rhododendron. Die Beschreibung aller Pflanzen finden Sie in unserer Übersicht.

Welches Substrat bevorzugen Moorbeetpflanzen?

Verwenden Sie bevorzugt spezielle Moorbeeterde. Sie können diese aus Rindenkompost, Laubhumus oder Nadelstreu sowie Sand und Rinderdung-Pellets auch selbst anmischen.