Die Birne als Spalierobst

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Die Birne eignet sich hervorragend als Spalierobst

Die Birne zählt neben dem Apfel zu den beliebtesten Obstsorten. Im Anbau ähneln sich der Apfel- und Obstbaum, trotzdem ist der Birnbaum dafür bekannt, dass er erst spät Früchte trägt. Birnbäume können Sie ebenso wie den Apfel hervorragend als Spalier heranziehen.

Der richtige Standort

Die Vegetationsperiode von Birnbäumen ist ziemlich lang, im zeitigen Frühjahr bilden sich die ersten Blüten, welche vor Frost geschützt werden müssen. Insbesondere in kühleren Gegenden sollten Sie beachten, dass es Birnbäume warm mögen. Es ist deshalb sinnvoll, den Baum an eine nach Süden ausgerichtete Mauer zu pflanzen. Der geeignete Boden sollte nicht kreidig oder zu nass sein. Das Mulchen und Düngen mit Kompost ist empfehlenswert.

Tipp

Bedenken Sie, dass Birnbäume wie Äpfel Fremdbestäuber sind und eine zweite Befruchtersorte benötigen. Diese sollten zur gleichen Zeit blühen. Es gibt einige wenige Sorten wie „Conference“, die nicht auf eine zweite Befruchtersorte angewiesen sind.

Schädlinge und Krankheiten

Ein kaltes Frühjahr mit viel Frost kann dazu führen, dass ihr Birnbaum keine oder nur sehr wenige Früchte trägt. Bedecken Sie deshalb ihren Baum mit Vlies, wenn eine frostige Nacht bevorsteht. Diesen können Sie morgens wieder entfernen. Eine häufige Krankheit ist Birnenschorf, welcher zu schwarzen Flecken auf den Früchten führt. Betroffene Früchte und Laub sollten Sie verbrennen und kranke und beschädigte Äste entfernen. Wespen und Vögel erfreuen sich ebenso gerne an ihrem Obst, weshalb eine Abdeckung mit einem feinmaschigen Netz sinnvoll sein kann.

So wird es gemacht

  1. Beginnen Sie für das Anlegen eines Spaliers im ersten Jahr damit drei starke Äste auszuwählen. Zwei der Äste binden Sie horizontal nach unten. Der mittlere Trieb sollte vertikal wachsen. Alle restlichen Äste können Sie entfernen.
  2. Im zweiten Jahr ist der Leittrieb im Winter zu schneiden. Dadurch regen Sie die Verästelung an. Schneiden Sie am besten in der Nähe der Äste zurück, die als nächstes nach unten gebunden werden sollen. Im Sommer binden Sie die nächsten beiden Triebe horizontal nach unten.
  3. Dies führen Sie so lange fort, bis Sie die gewünschte Anzahl horizontaler Triebe erreicht haben.