Wie zieht man Stecklinge aus einer Thuja groß?

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Thuja kann mit Stecklingen vermehrt werden.

Stecklinge bieten die beste Möglichkeit, um eine Thuja zu vermehren. Dadurch besitzt der neue Lebensbaum die gleichen Eigenschaften wie Ihre Mutterpflanze. Mit etwas Geduld können sie sogar eine ganze Hecke aus Ablegern groß ziehen.

Wann und wie erntet man Stecklinge von einem Lebensbaum?

Genau genommen handelt es sich gar nicht um Stecklinge, sondern um Risslinge. Der Trieb kann besser Wurzeln, wenn noch ein Stück von der Rinde daran verbleibt. Ein glatt abgeschnittener Zweig wurzelt unwahrscheinlicher. Nicht alle Risslinge der Thuja schaffen es, Wurzeln zu bilden. Pflanzen Sie daher mehr Stecklinge als Sie eigentlich haben wollen.

Ein guter Zeitpunkt zum Abreißen von Stecklingen liegt zwischen dem Frühsommer und dem Hochsommer. Die Temperaturen sind im Frühling noch zu kalt für den angehenden Lebensbaum. Das gleiche gilt für den Herbst und den Winter.

Wie pflanzt man die Ableger der Thuja richtig ein?

Um den Ausfall bei der Vermehrung möglichst gering zu halten, gehen Sie nach dieser Anleitung vor:

  1. Reißen Sie gesunde Triebe von Ihrem Lebensbaum ab, sodass ein kleines Stück Rinde an dem Steckling übrig bleibt.
  2. Unterstützen Sie die Bildung der Wurzeln mit einem sogenannten Bewurzelungspulver.
  3. Pflanzen Sie den Steckling in einen Kübel gefüllt Anzuchterde oder einer Mischung aus Gartenerde und Sand.
  4. Gießen Sie die Erde gut an.
  5. Stellen Sie den Topf an einen hellen und etwa 20 °C warmen Platz. Ein kleines Gewächshaus eignet sich besonders gut. Alternativ ziehen Sie eine durchsichtige Folie über den Kübel.
  6. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und vermeiden Sie Staunässe.
  7. Lüften Sie die Folie einmal am Tag, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Ihre neue Thuja darf an den neuen Standort ziehen, sobald sich Wurzeln gebildet haben. Das erkennen Sie daran, dass der erste Austrieb beginnt. Der Platz sollte diese Eigenschaften vorweisen:

  • Halbschatten oder Sonne
  • wenig Wind
  • durchlässige Erde
  • leicht humoser Boden
  • nicht zu saure Erde