Buchsbaum – wie ist es mit seiner Wurzeltiefe bestellt?

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Buchsbaum hat nur eine geringe Wurzeltiefe.

Ein gesunder Buchsbaum steht auf gesunden Wurzeln. Ist das Wurzelwerk intakt, schafft er es, durchgehend sattgrün zu glänzen. Krankheiten und Schädlinge haben Mühe, seine Vitalität zu brechen. Doch wie wird dieser Idealzustand erreicht und wo liegen die Herausforderungen?

Der Buchsbaum hat eine geringe Wurzeltiefe

Der Buchsbaum, wissenschaftlich Buxus, bildet ein reichverzweigtes Wurzelwerk, das sich unmittelbar unter der Erdoberfläche befindet. Selbst bei großen alten Buchsbäumen reichen die Wurzeln höchstens 60 cm in die Tiefe. Das muss bereits bei der Pflanzung berücksichtigt werden, sonst wurzelt der Buchs schlecht an und wächst nicht.

  • Pflanzloch darf nur so tief sein wie der Wurzelballen
  • und etwa die doppelte Breite haben
  • Buchs so tief pflanzen, wie er zuvor stand
  • die Wurzeln dürfen nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt werden

Herausforderung für das Gießen

Die Wurzeln vertragen keine Trockenheit, dann kann auch der oberirdisch sichtbare Buchs vertrocknen. Die oberste Erdschicht, wo sie sich befinden, kann aber vor allem in heißen Sommern schnell austrocknen. Im Winter dagegen gefriert sie und verhindert so die Wasseraufnahme, was zu Frostschäden führen kann. Viel Wasser schadet den Wurzeln auch, denn dadurch werden sie anfällig für Fäule. Auch die von Phytophthora Pilzen verursachte Welke befällt unter Staunässe leidende Buchsbäume.

  • Buchsbäume mit einer Drainageschicht pflanzen
  • Töpfe müssen große Abzugslöcher haben
  • bedarfsgerecht gießen
  • in trockenen Sommern täglich, im Winter wöchentlich (nur an frostfreien Tagen!)
  • die übrige Zeit 1-2 Mal pro Woche
Tipps & Tricks

Wenn Sie unsicher sind, ob der Buchs Wasser benötigt, machen Sie einfach die übliche Fingerprobe. Bei ihm darf die Erdschicht höchstens 3-4 cm antrocknen.

Wurzelbereich mulchen

Das Mulchen ist eine gute Methode, die Erde im Wurzelbereich feucht zu halten und das Unkraut zu unterdrücken. Dafür kann Rindenmulch oder ein anderes organisches Mulchmaterial verwendet werden. Es ist allerdings darauf zu achten, dass nach seiner Zersetzung der pH-Wert nicht unter 7 sinkt. Die Schicht sollte nicht höher als 7 cm sein, damit immer noch genug Wasser zu den Wurzeln durchsickern kann. Sie muss jährlich erneuert werden.

Vorsicht bei Arbeiten im Wurzelbereich

Die knapp unter der Oberfläche verlaufenden Wurzeln dürfen nicht beschädigt werden, das würde das Risiko für Infektionen erhöhen. Bearbeiten Sie die Erde nicht mit einer Hacke oder anderen scharfen Gartenwerkzeugen. Unkraut sollte mit der Hand rausgezupft werden, ggf. nach dem Gießen, wenn die Erde durchweicht ist.

Tipps & Tricks

Durch Teilung des Wurzelballens lassen sich einige Sorten gut vermehren. Doch das Exemplar muss älter sein und ein gut entwickeltes Wurzelwerk besitzen.

Buchs mit „starken“ Wurzeln umpflanzen

Wenn ein Buchsbaum seinen Platz wechseln muss, kann der Umzug nur mit einem guten Wurzelwerk gelingen. Dafür sollten die Wurzeln Wochen vor dem Umpflanzen gekappt und die Erde durchgehend feuchtgehalten werden. Während dieser Zeit entwickelt sich das Wurzelwerk kompakter und das spätere Anwurzeln gelingt zuverlässiger.