Die Fetthenne vermehren

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Fetthenne kann über Stecklinge vermehrt werden.

Die hoch wachsenden Pflanzen mit ihren dickfleischigen Blättern oder auch der teppichartig wachsende Mauerpfeffer, sind beliebte Gartenstauden, da sie nur wenig Pflege benötigen. Sie brauchen viel Sonne, kommen mit einem mageren Boden aus und lassen sich einfach vermehren.

Methoden der Vermehrung

Fetthennen lassen sich auf verschiedene Arten vermehren.

Stecklingsvermehrung

Sobald die Fetthenne in Form geschnitten wird, können die anfallenden Kopfstecklinge zur Vermehrung genutzt werden.

  • Füllen Sie kleine Blumentöpfe mit magerer Blumenerde.
  • Schneiden Sie Stecklinge und lassen sie ein bis zwei Tage antrocknen.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter.
  • Stecken Sie die kleinen Triebe einzeln in einen Topf.
  • Gießen Sie diese gut an.
  • Stellen Sie die Gefäße in einen kleinen Anzuchtskasten mit Deckel oder stülpen über jeden Topf eine Plastiktüte.
  • Platzieren Sie nun Ihre Stecklinge an einem warmen, hellen Ort.
  • Lüften Sie die Folie bzw. den Deckel täglich und besprühen die Pflanzen mit Regenwasser.
  • Etwa nach zwei Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln gebildet haben. Das zeigt sich am frischen Austrieb.
  • Entspitzen/Pinzieren Sie Ihre Jungpflanzen, indem Sie die Spitze entfernen, damit sich die Pflanze gut verzweigt.

Vermehrung durch Teilung

Ältere Fetthennen bilden Horste, die alle vier bis fünf Jahre geteilt werden können. Dazu gräbt die Pflanze im Frühjahr vorsichtig aus und teilt sie mit einem Spatenstich in einzelne Stücke. Schonender ist es, die Pflanze mit den Händen auseinander zu ziehen. Die einzelnen Teile sollten mindestens zwei Triebknospen aufweisen. Der niedere Mauerpfeffer kann mit einer kleinen Hacke ausgegraben und mit den Händen einfach geteilt werden.

Vermehrung durch Blätter oder Triebe

Muss die Fetthenne nicht geschnitten werden, fallen natürlich keine Stecklinge an. Statt dessen kann man einzelne Blätter abschneiden, kurz antrocknen lassen und dann in kleine Töpfe mit magerem, durchlässigem Substrat einpflanzen und feucht halten. Sobald das Blatt austreibt, ist erfolgreich angewurzelt.

Man kann auch ausgewachsene Triebe oder Bütenstängel in eine Blumenvase ins Wasser stellen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen haben sich Wurzeln gebildet, der Trieb kann als fertige Pflanze eingesetzt werden.

Aussaat

Wer seine Fetthenne durch Aussaat vermehren möchte, lässt die verblühten Stängel stehen, sodass die Samen ausreifen können. Im Oktober bzw. November wird der Samen geerntet und im Frühjahr ausgestreut. Ein Bedecken der Samen ist nicht erforderlich, da die Fetthenne zu den Lichtkeimern gehört.