Pilzbefall der Harlekinweide erkennen und bekämpfen

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Ein Pilzbefall beginnt langsam und oft unbemerkt

Wenn sich das schöne Blattwerk der Harlekinweide braun verfärbt, während der restliche Garten noch in vollem Grün erscheint, sollte Ihnen das zu denken geben. Es könnte ein Pilzbefall vorliegen. So erkennen und behandeln Sie dieses Problem.

Typische Symptome eines Pilzbefalls

An der Gesundheit der Blätter lässt sich die Gesundheit der gesamten Pflanze erkennen. Nicht nur wenn Schädlinge ihr zu schaffen machen, auch bei einem Pilzbefall sendet die Harlekinweide hier eindeutige Signale. Falls Sie nicht nur einzelne braune Blätter erkennen, sollten Sie deshalb näher an Ihre Harlekinweide herantreten. Nehmen Sie Blattwerk und Äste in Augenschein.

Ein Pilzbefall geschieht über mehrere Stufen. Zunächst werden die Blätter braun und fallen anschließend ab. Anschließend werden auch die Triebe jener Partien des Bäumchens welk, die vom Pilz betroffen sind. Manche Pilze lassen sich im Frühstadium schon erkennen. Die Harlekinweide hat meist mit einem Pilz zu kämpfen, der den Namen Cronartium ribicola trägt. Auch dieser lässt sich gleich am Anfang erkennen:

Diese Anzeichen deuten auf Cronartium ribicola:

  • Rote Punkte auf der Unterseite der Blätter
  • Gelbe Punkte auf der Oberseite der Blätter

So behandeln Sie das Problem

Bei einem Pilzbefall müssen Sie unbedingt sämtliche Teile der Pflanze entfernen, die von dem Pilz betroffen sind. In der Regel wird deshalb ein radikaler Rückschnitt der Pflanze empfohlen. Das bedeutet, dass die Pflanze wenige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten wird. Sie müssen sich dabei keine Sorgen machen. Wenn die verbliebenen Teile der Harlekinweide gesund sind und gut versorgt werden, treibt das robuste Weidengewächs an Ort und Stelle wieder aus. Sie können der Harlekinweide dabei mit etwas Dünger einen guten Start verschaffen.

Alle Zweige und Äste, die Sie von einer vom Pilz befallenen Harlekinweide abgeschnitten haben, müssen Sie fachgemäß entsorgen. Das bedeutet in diesem Fall, dass Sie das Material nicht einfach auf den Kompost werfen dürfen. Der Pilz würde sich ansonsten von dort aus weiterverbreiten. Am Ende fasst er an allen Stellen Ihres Gartens Fuß, die Sie mit dem Kompost düngen. Verbrennen Sie das Material oder geben Sie es in geschlossene Biomüllsäcke und lassen Sie diese abholen.