Der Steckbrief der Schlüsselblume

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Schlüsselblume ist eine Wildstaude.

Die Schlüsselblume ist eine Wildstaude, die in unseren Breiten beheimatet ist. Sie zählt zu den Primelgewächsen. Schon im zeitigen Frühjahr entwickelt sie ihre leuchtend gelben Blüten. Aus einer Rosette von grünen, runzeligen Blättern wächst ein kräftiger Stiel mit gelben Becherblüten.

Wissenswertes über die Schlüsselblume

Ein ausführlicher Steckbrief vermittelt ausreichendes Wissen über eine Pflanze, welches beim Wunsch, diese zu kultivieren, hilfreich sein kann.

  • wissenschaftlicher Name: die Echte Schlüsselblume nennt man Primula veris
  • Zugehörigkeit: Primelgewächse
  • Herkunft: Europa und Asien
  • Standort: Waldränder und Magerwiesen, nicht zu dichte Mischwälder
  • Wuchsform: kleine, 15 bis 25 cm hohe Staude in Rosettenform, mehrjährig
  • Blütenstand: doldig mit bis zu zwanzig Blüten
  • Farbvarianten: ein leuchtendes Goldgelb, ein zartes Rot oder ein intensives Orange
  • Blüte: von April bis Ende Juni, im Süden beginnt die Blütezeit bereits im Februar
  • Früchte: im Herbst entwickeln sich Kapselfrüchte mit braunen Samenkörnern
  • Blätter: kräftig grün, runzelig, Anordnung in Rosetten, liegen aber nicht auf dem Boden, sondern stehen aufrecht
  • Vermehrung: meist Selbstaussaat durch Samen, kontrollierte Aussaat, Teilung
  • Winterhärte: frostbeständig
  • Giftigkeit: nein, Pflanze ist essbar und auch Heilkraut
  • Verwendung: als Zierpflanze im Garten, als Arzneipflanze in der Naturheilkunde
  • Schlüsselblumen in Gärten

In naturnahen Gärten oder Steingärten sind Schlüsselblumen immer willkommen. Voraussetzung ist ein sonniger bis halbschattiger Platz, an dem sich die Pflanze ausbreiten kann. Besonders auf humosen, durchlässigen und leicht feuchten, kalkhaltigen Böden fühlt sich der Frühblüher wohl. Da sich die Pflanze selber aussät, kann sie schnell große Flächen für sich einnehmen. Wer das nicht möchte, sollte die reifen Samen einsammeln und dann kontrolliert aussäen.

  • Die Echte Schlüsselblume und ihre Namen

Ihr botanischer Name (Primula veris) weist darauf hin, dass es sich um eine früh blühende Staude handelt. „veris“ stammt aus dem Lateinischen und steht für Frühling. Frei übersetzt bedeutet der Name „Primula veris“ die Erste im Frühling.

Neben der wissenschaftlichen Bezeichnung gibt es natürlich eine Reihe von volkstümlichen Namen, wie Wiesen-Schlüsselblume, Petriblume, Wiesenprimel oder Auritzel. Ein Name, der auf eine alte Überlieferung zurückgeht, ist Himmelsschlüssel. Er stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf den ersten Jünger Jesu: auf Petrus. Er hatte angeblich seinen Himmelsschlüssel verloren. Dieser war zur Erde gefallen und ist dann in Form der Schlüsselblume aus der Erde gewachsen.