Kann man die Schlüsselblume essen?

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Schlüsselblume wird oft zu Tee verarbeitet.

Der attraktive Frühblüher ist nicht giftig, im Gegenteil, er wird sogar als Heilpflanze eingestuft und kann in der Küche verwendet werden. Dennoch ist beim Verzehr und der Anwendung Vorsicht geboten: einige seiner Inhaltsstoffe verursachen Übelkeit.

Die Schlüsselblume ist nicht giftig

Sie wurde bereits vor Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzt, da die schleimlösende, entzündungshemmende, krampflösende und blutstillende, sowie beruhigende Wirkung bekannt war. Man setzte die Wurzeln, Blätter und Blüten unter anderem ein bei:

  • bei Erkältungskrankheiten
  • bei Bronchitis
  • bei Halsentzündung
  • bei Husten
  • bei Schnupfen
  • bei Migräne
  • bei Neuralgien
  • bei Nervosität und Schlaflosigkeit
  • Prellungen
  • Gicht
  • Ödeme
  • Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündung

Die heilende Wirkung der Schlüsselblume wurde mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen. Die Schlüsselblumen-Medizin verwendet man in Form von Tees, von Sirup oder als Tinktur (äußerlich bei Prellungen oder Gicht). Allerdings stellte man ebenfalls fest, dass in den Pflanzenstoffen Saponine enthalten sind, die bei empfindlichen Menschen Magenbeschwerden und Übelkeit auslösen können, wenn größere Mengen verzehrt werden. Schwangere Frauen und stillende Mütter sollten auf einen Verzehr verzichten.

Die Schlüsselblume ist essbar

Blätter und Blüten der Pflanze können in Maßen verzehrt werden. Man sammelt sie zwischen März und Juni und isst die Blätter roh in Salaten oder verwendet sie wie die Blüten als Dekoration auf Suppen, Salaten, Desserts oder auf Buffets. Die Blüten ergeben auch einen schmackhaften, leicht süßen Kräutertee. Sie können auch mit anderen Kräutern gemischt werden. Wachsen Schlüsselblumen im eigenen Garten, kann man sie problemlos ernten. In der freien Natur dürfen jedoch keine Schlüsselblumen oder auch Teile davon gepflückt oder ausgegraben werden, denn die gesamte Pflanze steht unter Naturschutz. Außerdem ist die Wildstaude meist mit Pestiziden aus der Landwirtschaft kontaminiert und daher gesundheitsschädlich.

Man erntet seine Schlüsselblumen an einem sonnigen Tag, am besten am späten Vormittag. Dann ist der Morgentau getrocknet. Die Blätter und Blüten werden vorsichtig mit einer Schere abgeschnitten und nicht gewaschen. Vor der Verwendung werden die Pflanzenteile nur ausgeschüttelt, gröbere Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch abgewischt.