Welche Krankheiten können bei Stiefmütterchen auftreten?

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Häufig erkranken Stiefmütterchen an der Blattfleckenkrankheit.

Bei Stiefmütterchen handelt es sich um pflegeleichte und überaus robuste Pflanzen für den Garten. Trotzdem sind auch diese nicht gänzlich von einem Befall mit Krankheit oder Schädlingen gefeit. Dann ist in der Regel schnelles Handeln angesagt.

Klassische Krankheiten

Obwohl nur in geringen Maße anfällig, können sich bei Stiefmütterchen zahlreiche gesundheitliche Probleme ergeben, die auch andere Pflanzen oftmals befallen. Hierzu zählen:

  • Blattläuse
  • Echter und falscher Mehltau (mehlartiger Belag auf der Ober- oder Unterseite der Blätter)
  • Wurzelfäule
  • Blattfleckenkrankheit (zu erkennen an trockenen und verfärbten Blättern)
  • Spinnmilben
  • Grauschimmel (gräulicher Belag auf den Blättern)

Richtig reagieren

Bei der Reaktion auf einen Befall kommt es auf die Art der Krankheit an. Bei Mehltau bietet sich an, einen Sud aus Knoblauch und Zwiebel zu kochen und die betroffenen Pflanzen damit zu besprühen. Sollten sich Blattläuse festgesetzt haben, kann in ähnlicher Weise mit Lavendel oder auf Kaffee vorgegangen werden. Bei Grauschimmel und der Blattfleckenkrankheit sollten die befallenen Pflanzen insgesamt entfernt werden, um eine Ansteckung weiterer Stiefmütterchen sicher ausschließen zu können. Die entfernten Pflanzen sollten aus dem gleichen Grund nicht auf dem Kompost , sondern über den Hausmüll entsorgt werden. Im Hinblick auf Wurzelfäule hilft als Vorbeugung vor allem eine gute Pflege im Hinblick auf eine konsequente Vermeidung von Staunässe.

Mehr Widerstandsfähigkeit bei selbst gezogenen Stiefmütterchen

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Konstitution der Pflanzen selbst. In dieser Hinsicht sind selbst gezogene Stiefmütterchen meist deutlich widerstandsfähiger und robuster als fertig im Handel gekaufte Pflanzen. Insofern sollten Sie überlegen, Stiefmütterchen jeweils im Frühherbst für das kommende Jahr selber einzusäen oder die Pflanzen im Haus vorzuziehen, um sie ab März oder April in den Garten umzupflanzen. Bei beiden Varianten sinkt das Risiko einer Erkrankung der Pflanzen in beträchtlichem Maße.