Wiesensalbei im Steckbrief – Familie und Besonderheiten

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Wiesensalbei ist ein Lippenblütler.

Der Wiesensalbei hat zwei Merkmale, die Auge und Nase verwöhnen: farbenfrohe Blüten und aromatisch duftende Blätter. Davon kann sich jeder überzeugen, der dieses Wildkraut in der freien Natur antrifft oder im eignen Garten kultiviert. Mit weniger offensichtlichen Fakten und Besonderheiten wollen wir Sie hier bekannt machen.

Fakten und Zahlen

  • Wissenschaftlicher Name: Salvia pratensis
  • Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Herkunft: Europäische Regionen rund um das Mittelmeer
  • Vorkommen: Europa, Asien und Nordamerika, bis 1.600 Meter Höhe
  • Standort in der Natur: Wiesen, Wegränder und Brachflächen
  • Wachstum: ausdauernde Halbrosette, bis zu 60 cm hoch
  • Wurzelsystem: Pfahlwurzeln, bis zu 1 m tief
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Vermehrung: Samen; im Garten auch Wurzelteilung und Stecklinge
  • Giftigkeit: nicht giftig
  • Verwendung im Garten: als Zierpflanze, Hummelnahrung und Heilpflanze
  • Blütezeit: April/Mai bis August; nach Rückschnitt zweite Blüte im Herbst
  • Blüten: 1,5 cm große Lippenblüten, als Quirle angeordnet
  • Blütenfarben: häufig Blau-violett, seltener Weiß und Rosa
  • Bestäubung: hauptsächlich durch Hummeln mithilfe von Hebelmechanismus
  • Blätter: etwa 10 cm lang und 5 cm breit, grün
  • Früchte: Spaltfrüchte, reifen im Juli und August

Gezielte Kultivierung von Wiesensalbei

Wiesensalbei kann im Garten oder Topf kultiviert werden. Die erste Ansiedlung geschieht in der Regel durch Direktaussaat im Frühling oder Herbst. An einem idealen Standort gedeiht die Wildpflanze prächtig. Am wichtigsten ist, dass sie als sogenannte Lichtpflanze vollsonnig steht, denn sie muss von mind. 80 % Tageslicht erreicht werden. An einem schattigen Platz treibt sie wenige, sterile Blüten aus.

Sie verträgt Trockenheit, da sie sich mit ihren langen Pfahlwurzeln immer noch gut selbst mit Wasser versorgen kann. Staunässe ist dagegen schädlich. Achten Sie daher auf einen lockeren und durchlässigen Boden. Ob der Boden mager ist oder nährstoffreich, spielt keine große Rolle. Er sollte allerdings kalkhaltig sein.

Verwendung von Wiesensalbei

Neben seiner Aufgabe als Gartenverschönerer, kann Wiesensalbei auch ein paar Blütenstängel für die Vase spenden. Die Blüten sollten frisch geöffnet sein, damit sie lange halten. Doch Wiesensalbei enthält auch Bitterstoffe, Gerbsäure, Flavonoide und pflanzliche Östrogene. Diese Stoffe helfen bei Insektenstichen, Haut- und Zahnfleischentzündungen, Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden und starkem Schwitzen. Dafür werden 1 EL frische oder 1 TL getrocknete Blätter mit heißem Wasser zu einem Tee aufgebrüht. Ziehzeit beträgt sieben bis zehn Minuten.

Tipps & Tricks

Sammeln Sie die Blätter während der Blätterzeit, dann ist der Gehalt an aromatischen Ölen am höchsten. Allerdings sollte die Sammelstelle weit ab von stark befahrenen Straßen und Hundewegen liegen, damit die Blätter wirklich „Bio“ sind.