Ein Rotdorn als Bonsai

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Auch als Bonsai sollte der Rotdorn möglichst sonnig stehen

Der Rotdorn wird oft als Hecke oder auch als attraktives Solitärgehölz in Gärten kultiviert. Aufgrund seiner Schnittverträglichkeit haben auch Bonsai-Freunde den Rotdorn für sich entdeckt. Mit Geduld und Geschick wird der Rotdorn zum prachtvollen Minibaum.

Grundsätzliches zur Kultivierung

Der Rotdorn-Bonsai gehört nicht in die Wohnung, sondern auf die Terrasse oder gar ins Freiland. Er liebt Sonne und eine luftige Umgebung. Weiterhin benötigt er einen nährstoffreichen und leicht feuchten Boden. Seine weiteren Bedürfnisse sind:

  • ganzjährig draußen an der frischen Luft stehen
  • vollsonniger bis halbschattiger Standort
  • Freilandkultivierung oder
  • Kübelhaltung auf der Terrasse
  • regelmäßig schneiden
  • drahten bis zum Austrieb möglich
  • regelmäßiges Umtopfen erforderlich

Das Schneiden

Bonsais bleiben nur in Form, wenn sie regelmäßig beschnitten werden. Neben den Trieben und der Krone werden beim Rotdorn auch die Wurzeln beschnitten. Die Zweige schneidet man von Mai bis September ungefähr alle zwei Monate. Beim Umtopfen werden dann auch die Wurzeln zurückgeschnitten. Auf diese Weise bleiben der ober- und der unterirdische Teil des Baumes immer im Gleichgewicht.

Das Drahten

Bonsais werden durch Verdrahtungen künstlerisch in Form gebracht. Dies ist auch beim Rotdorn ohne Probleme möglich. Triebe, die eine andere Form erhalten sollen, werden im zeitigen Frühjahr spiralförmig mit Draht umwickelt und geformt. Schon Mitte Mai wird der Draht wieder entfernt, da das Dickenwachstum einsetzt und der Draht einwachsen würde.

Das Umtopfen und der Wurzelrückschnitt

Alle zwei Jahre ist es Zeit, den Bonsai umzusetzen. Dabei können die Wurzeln beschnitten und das Pflanzsubstrat teilweise erneuert werden.

Gießen und Düngen

Der Rotdorn verträgt zwar eine kurzfristige Trockenperiode, verliert jedoch dabei viele Blätter. Besonders während des Sommers ist daher ausreichende Bewässerung erforderlich. Dabei ist drauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht. Stehendes Wasser führt zu Wurzelfäule.

Sobald der Rotdorn austreibt, sollte regelmäßig (nach Herstellerangaben) ein organischer Streudünger verabreicht werden. Das Vorhandensein vieler Nährstoffe spiegelt sich in einer wunderbaren Blütenbildung wider.

Krankheiten und Schädlinge

Beim Rotdorn besteht die Möglichkeit einer Feuerbrandinfektion. Befallene Zweige müssen sofort entfernt und am besten verbrannt werden. Bei starkem Befall können zwar Chemikalien eingesetzt werden, deren Rückstände allerdings im Honig auftauchen. Da sich das Bakterium schnell ausbreitet, ist es am besten, den befallenen Bonsai zu verbrennen.