Die Blätter der Akelei

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Die Blättchen der Akelei sind hochgiftig.

Die robuste und pflegeleichte Staude der Akelei beeindruckt den Betrachter im Frühling mit wunderschönen, gespornten und glockenförmigen Blüten, die aus einer lockeren Blattrosette heraus wachsen. Die Blätter an sich werden meist kaum betrachtet, obwohl sie durch ihre Beschaffenheit und mögliche Verwendung ebenfalls einzigartig sind.

Die Laubblätter der Gemeinen Akelei

Die Blättchen der Akelei sind doppelt dreizählig und rundlich gelappt. Ihre Ränder sind eingekerbt und wirken gefiedert. Die Farbe verläuft von blau-grün bis grau-grün, auf der Unterseite sind sie fein behaart. Die Blätter der Rosette sind lang und gestielt, diejenigen, welche am Stängel wachsen sind ungestielt. Sie haben eine länglich ovale Form und sind ganzrandig. Wer Akelei im Garten kultiviert, sollte wissen, dass ihre Blätter hochgiftig sind. Daher ist es ratsam, im Umgang mit der Pflanze Gartenhandschuhe zu tragen. Austretender Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen.

Im Frühjahr sind die Blätter das erste, was von der Akelei zu sehen ist. Zart und von hellgrüner Farbe schieben sie sich langsam ans Licht, wo sie sich in den nächsten Wochen in ein dunkleres Grün verfärben. Die grünen Blätter bleiben bei der Staude den ganzen Sommer über erhalten. Erst wenn die Blütezeit vorbei ist, die Pflanze dann ihren Samen abwirft und beginnt, sich zurückzuziehen, welken auch die Blätter. Innerhalb kurzer Zeit ist von der Akelei nichts mehr zu sehen, sie überwintert in ihrem unterirdischen Rhizom.

Das Gift der Akelei

Die Blätter der anmutigen Pflanze sind hochgiftig. Werden nur 20 g davon verzehrt, können bereits Vergiftungserscheinungen auftreten. Das enthaltene Gift Magnoflorin, sowie ein Blausäure bildendes Glycosid führen zu

  • Krämpfen
  • Atemproblemen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hautreizungen

Die Vergiftungen treten jedoch nur beim Verzehr der frischen Blätter auf. Kleinkinder und Haustiere sollten daher von der Akelei fern gehalten werden. Anders ist die Wirkung der getrockneten oder erhitzten Blätter. In dieser Form sind die Giftstoffe zerstört, die Wirkung der Akelei wendet sich ins Gegenteil, sie wird zur Heilpflanze. Ein frisch aufgebrühter Tee oder ein warmer Umschlag mit den getrockneten Blättern wird eingesetzt bei

  • rheumatischen Beschwerden
  • der Behandlung von Furunkeln
  • der Behandlung von Geschwüren
  • Gicht