So kann man das Weidenröschen bekämpfen

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Weidenröschen sind wichtig für die Bienen.

Das Weidenröschen gehört zur der Familie der Nachtkerzengewächse und ist mit etwa 190 Arten beinahe überall auf der Erde zu finden. Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die am richtigen Standort bis zu 50 cm hoch werden kann. Seine rötlichen, rosa oder weißen Blüten sind hübsch anzusehen. Dennoch ist die Pflanze aufgrund ihrer großen Ausbreitungsfähigkeit bei Gärtnern nicht gern gesehen.

Wissenswertes

Die krautigen Weidenröschen sind hübsche Gartenpflanzen, wenn sie auf einer begrenzten Fläche wachsen. Da sich die Pflanze stark durch mit Flughaaren versehene Samen und Ausläufer vermehrt, sind schnell große Areale zugewachsen.

Das Kleinblütige Weidenröschen gilt als Heilpflanze und wurde besonders durch die österreichische Heilkräuterkundlerin Maria Treben bekannt. Bereits vor Jahrhunderten wurde es zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, Durchfall Atemwegserkrankungen und bei Problemen mit der Prostata eingesetzt.

Standort und Boden für das Weidenröschen

Das Weidenröschen ist eine der ersten Pflanzen, welche brach liegende Flächen erobern. Hier ist es häufig anzutreffen:

  • auf Kahlschlägen
  • an Ufern von Seen und Bächen
  • auf Böschungen
  • auf Trümmergrundstücken

Es bevorzugt einen frischen, nährstoffreichen Lehmboden, welcher auch häufig im Garten anzutreffen ist. Hat sich das Weidenröschen einmal im Garten etabliert, ist es schwierig, die Pflanze wieder verschwinden zu lassen.

Das Weidenröschen bekämpfen

Die attraktive Blume wird im Garten nicht gern gesehen. Ihre flugfähigen Samen verbreiten sich in großen Arealen und können schnell alle Beete für sich einnehmen. Da Gartenerde im Normalfall stets gut gedüngt ist, findet das Weidenröschen gerade hier einen sehr guten Nährboden. Damit es nicht Überhand nimmt, wird es vom Hobbygärtner in der Regel bekämpft.

Die bis zu 50 cm hohe Staude kann ausgerissen werden, möglichst bevor die Samen reifen. Eine weitere Möglichkeit ist das Anpflanzen von anderen Pflanzen, die sich vom Weidenröschen nicht verdrängen lassen, wie zum Beispiel

  • der Bergknöterich, eine ausladende, weiß blühende Staude, die Platz benötigt
  • Stockrosen
  • das Brandkaut, ein anspruchsloser, attraktiver Lippenblütler mit ausgedehntem Wurzelsystem
  • kalifornische Aralie, eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze mit weitreichenden Wurzeln

Das Weidenröschen wird in der Landwirtschaft als Ackerunkraut eingestuft und mit Herbiziden bekämpft. Dies sollte im Garten immer die aller letzte Bekämpfungsmöglichkeit einer Pflanze sein. Weidenröschen sind zwar ein ungebetener Gast im Garten, sind jedoch für Bienen ein wichtiger Nahrungsspender und daher für die Natur wertvoll.