Lange Ausdauer: Die Echte Kamille und ihre Blütezeit

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Kamillen beginnen ab Mai mit der Blüte.

Die ‚Matricaria chamomilla‘ – wie die Echte Kamille in der Botanik genannt wird – gehört zu den wichtigsten Heilkräutern. Aufgrund ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit wird sie gerne gesammelt. An vielen Plätzen in der wilden Natur aber auch im heimischen Garten lässt sich die kultivierte Krautpflanze pflegen und zeigt einmal im Jahr ihre unverkennbaren Blüten.

Charakteristika der Kamillen-Blüten

Aufgrund ihrer starken Charakteristika mit dem weißen Blütenkranz und dem gelben Blütenköpfchen ist die Kamillen-Blüte schon von weitem zu erkennen: Sie erinnert in der Blütenform etwas an ein zu groß geratenes Gänseblümchen. Das hübsche Blütenkörbchen der Pflanze ist konkav geformt und noch oben leicht gebogen.

Die Kamille schmückt mit ihren Blüten florartig Kamillenfelder, Wegränder, wilde Wiesen und auch heimische Gärten. Sie versprüht durch ihren Blütenstand dabei einen angenehmen, beruhigenden Duft. Als extrem verzweigt wachsendes Kraut ist sie sehr ertragreich: Denn die Blütenköpfe in kräftigem Gelb mit den zungenförmigen, weißen Stahlblättern, die zu je zwanzig oder vierzig abgehen, werden aufgrund ihrer Heilkraft geerntet.

Sommerliche Blütezeit der Kamille

Kamillen-Pflanzen öffnen zwischen Mitte Mai und Ende September ihre Knospen und haben damit eine ausgesprochen lange Blütezeit von bis zu fünf Monaten. Die Hochphase der Blüten und damit auch die Haupterntezeit liegt in den Sommermonaten Juni und Juli. Hier sind die meisten Blütenköpfchen vollständig offen und noch nicht verblüht.

Blütezeit heißt Erntezeit

Da die Kamille eine sehr lange Blütezeit vorweist und ihre leuchtenden Blüten bis in den frühen Herbst hinein zeigt, neigen viele Gärtner dazu, die Erntezeit zu vertrödeln. Denn auch, wenn das Heilkraut lange erblüht, neigen sich die Zungen der Blüten immer mehr dem Erdboden entgegen, je älter die jeweilige Blume ist.

Den höchsten Gehalt an medizinisch bedeutsamen Kamillen-Öl enthält die gesunde Blüte dann, wenn sie zirka drei bis fünf Tage nach ihrer Öffnung geerntet wird. Natürlich lässt sich dieser Zeitpunkt – gerade bei wilder Ernte am nächsten Feld – nicht perfekt bestimmen. Eine Faustregel gibt hier Abhilfe: Sehen Sie zwei Drittel einer Kamillenhecke in der vollen Blüte, während der Rest der Kelche noch geschlossen ist, sollten Sie die Ernte beginnen.

Übrigens: Gemäß botanischer Tradition wird die Echte Kamille um den 24. Juni herum gesammelt bzw. hier – am Johannistag – der alljährliche Auftakt der Kamillen-Ernte eingeläutet.