Lange Blütenfreude: Alles über die Blütezeit des Giersch

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Giersch blüht besonders lange.

Jeden Sommer blüht das gesunde Wildkraut namens Giersch aufs Neue und zeigt dabei seine niedliche Blütenpracht in reinem Weiß. Auch wenn viele den Giersch als unleidsames Unkraut verteufeln, wissen doch auch viele seine Heilkräfte zu schätzen: Und diese gesunden Eigenschaften stecken nicht nur in den Blättern sondern auch in den Blüten der Pflanze. Doch wann kann man diese Blüten sammeln?

Giersch-Blüten: Besonders lange Blütezeit

In der Regel beginnt der Giersch Anfang Mai seine Knospen, welche oberhalb des Blattwerks herausgebildet werden, zu öffnen. Nun erblüht das Wildkraut im Laufe des Sommers in voller Pracht und hat seine Hochzeit zwischen Juni und Juli. Hier eignet es sich besonders, die frischen Blüten der Pflanze zu sammeln.

Die Blütezeit des Giersch ist in vielen Fällen besonders lang: So kann das gesunde Kraut bis weit in den August und sogar bis September erblühen. Wie lang der Blütenstand ist, hängt dabei auch davon ab, wie sonnig der jeweilige Standort des Giersch ist. Haben Sie Ihr Exemplar im Frühsommer gesät, haben Sie eine gute Chance auf eine besonders lange Blütephase.

Experten-Tipp: Reißen Sie die Blüten bei der Ernte nicht einfach ab, sondern schneiden Sie die Pflanzenteile mit einem scharfen, desinfizierten Messer oder einer Gartenschere ab.

Gleiche Blütenfamilie: Zum Verwechseln ähnlich

Wenn der Giersch blüht, ist er – aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler – schnell mit folgenden Pflanzenarten zu verwechseln:

  • Wiesenkerbel
  • Wilde Möhre
  • gefleckter Schierling
  • Hundspetersilie

Alle diese Sorten zeichnen sich durch weiße Doldenblüten aus, welche endständig sind, keine Hüllblätter besitzen, fünfzählig sowie zwittrig sind und über einen süßlichen Geschmack verfügen.

Giersch-Blüten: Das Wichtigste im Überblick

Das Besondere am doppeldoldigen Blütenstand des Giersch ist, dass er flach und zwölf- bis fünfundzwanzigstrahlig ist. Dies unterscheidet die Pflanze von anderen Doldenblütlern ebenso wie der Fakt, dass neben den Hüllblättern auch die Hüllchenblätter am Wildkraut fehlen.

Die Giersch-Blüten besitzen einen leicht süßlichen, aromatisch-würzigen Geschmack. Sie sind roh als essbare Dekoration auf Suppen, Salaten und Eintöpfen zu nutzen. Aber auch getrocknet und als Zutat in verschiedenen Fleisch- und Kartoffelgerichten machen die hübschen und gesundes Miniblüten einiges her.