So erkennen Sie Krankheiten beim Basilikum zuverlässig

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Krankes Basilikum sollte besser nicht verzehrt werden

Die zarten Basilikumpflanzen können von Krankheiten geplagt werden. Oft übertragen Schädlinge die Krankheiten. Eine Bekämpfung ist meist schwierig. Erfahren Sie hier Wissenswertes.

Die Wurzel- oder Stängelfäule

Diese Krankheit ist ein Pilz. Er bewirkt, dass die Wurzeln verfaulen und anschließend die ganze Pflanze welkt. Botanisch heißt dieser Pilz Fusarium oxysorum. Er kann sich ausbreiten, wenn das Substrat vom Basilikum zu feucht ist. Steht die Pflanze zusätzlich noch zu kalt, kann sich der Pilz ungehindert vermehren. Essen sollten Sie befallene Pflanzen nicht mehr. Eine Bekämpfung dieses Pilzes ist nur mit chemischen Mitteln möglich. Diese sollten jedoch bei Basilikum nicht zum Einsatz kommen. Die Pflanze ist recht kurzlebig und außerdem möchten Sie ja die Blättchen noch genießen.

Um dem Befall der Stängelfäule vorzubeugen, hilft es, günstige Standortbedingungen für die Pflanze zu schaffen. Stellen Sie den Topf hell und luftig auf. Gießen Sie genügend aber nur wenn die Erde sich trocken anfühlt. Vermeiden Sie zwingend Staunässe. Stellen Sie dem Basilikum genug Nährstoffe durch einen Flüssigdünger zur Verfügung. Sorgen Sie dafür, dass die Temperaturen nicht unter 15 Grad fallen. Besonders wohl fühlt sich das Kraut bei warmen Temperaturen von 20-25 Grad.

Falscher Mehltau

Diese Krankheit bildet an der Unterseite der Blätter einen weiß/grauen Belag. Der Befall ist als erstes an den unteren Blättern zu erkennen. Diese verfärben sich in ein ungesundes hellgrün bis grau. Mehltau ist für den Menschen zwar nicht direkt giftig, sollte aber trotzdem nicht verzehrt werden. Der Genuss kann schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Am besten entsorgen Sie die Pflanze.

Um ein Ausbruch der Krankheit zu verhindern, ist ein optimaler Standort sehr wichtig. Zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu niedrige Temperaturen und zu wenig Sonne begünstigen den Ausbruch der Pilzkrankheit. Besonders die Sonne stellt einen wichtigen Faktor zur Verhinderung von Mehltau und anderen Pilzkrankheiten dar. Sie stärkt die Pflanze und hilft den Blättern schnell zu Trocknen. Zusätzlich sollten Sie Ihre Pflanzen nicht zu dicht aufstellen. Kann die Luft gut zirkulieren, haben Pilze wenig Chancen.

Der Grauschimmel

Kommt es zu Grauschimmel Bildung auf dem Basilikum oder auf der Erde im Topf, so zeugt dies meist von groben Pflegefehlern. Schimmel bildet sich nur bei hoher Feuchtigkeit. Überprüfen Sie deshalb bei jedem Gießen die Bodenfeuchtigkeit der Pflanze. Im Übertopf oder Untersetzer von Basilikum sollte nie längere Zeit Wasser stehen. Dadurch wird der Boden mit zu viel Feuchtigkeit versorgt und es kommt zu Staunässe.

Befallenen Blätter sollten Sie sofort entfernen. Hat sich der Pilz bereits über die ganze Pflanze ausgebreitet, so entsorgen Sie den Topf. Achten Sie schon beim Kauf auf gesunde Pflanzen.

Tipps & Tricks
Um einem einschleusen von Krankheiten durch gekaufte Pflanzen vorzubeugen, stellen Sie neue Pflanzen, egal welcher Art, immer erst separat auf. Dadurch verhindert Sie eine Ansteckung von Krankheiten oder Schädlingen.