Minze überwintern – Tipps für Beet und Topf

minze-ueberwintern
Minze im Topf muss winterfest gemacht werden.

Minze ist zumeist gut winterhart, daher ist ihre Überwinterung höchstens eine kleine Herausforderung. Ein diesbezüglich besonders fürsorglicher Blick geht zu den exotischeren Sorten. Doch auch wo ein Exemplar wurzelt, entscheidet maßgeblich, wie gefährlich ihm der Frost werden kann.

Minzen sind winterhart

Die Familie der Minze umfasst etwa 30 verschiedene Arten. Ihre Herkunft aus gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel geht mit einer ausgeprägten Winterhärte einher. Gleichwohl gibt es einige Arten, denen der Frost nichts so sehr behagt. Wählen Sie Ihre Minze ruhig nach Aussehen und Aroma aus. Doch um sie richtig zu überwintern, sollten Sie sich informieren, wie viel Kälte die ausgesuchte Art aushalten kann.

Überwinterung im Beet

Die Winterhärte der Minzen ist so gut, dass sie draußen im Beet bleiben können. Im Herbst zieht sich das Laub zurück, das ganze Leben der Pflanze steckt dann nur in den unterirdischen Ausläufern. Meist genügt es, wenn nach dem ersten Frost alle oberirdischen Triebe abgeschnitten werden. Sollten Sie allerdings in einer rauen Gegend wohnen oder eine empfindliche Minze züchten, empfehlen wir Ihnen eine Abdeckung aus Reisig oder Stroh.

Überwinterung im Topf

Topfexemplare frieren schneller durch, dennoch dürfen auch sie draußen auf dem Balkon oder im Garten bleiben. Damit sie sicher in den Frühling ankommen, muss ihr Besitzer sie winterfest machen:

  • alle Triebe abschneiden
  • Erde mit Reisig abdecken
  • Topf in Vlies oder Noppenfolie einwickeln
  • regen- und windgeschützt aufstellen
  • Schutzmaßnahmen beibehalten, solange noch Frost droht
Tipps & Tricks

Es gibt eine weitere Möglichkeit Minze im Topf zu überwintern. Graben Sie sie vor dem ersten Frost einfach samt Topf in den Garten ein, wo sie bis kurz vor dem Neuaustrieb gut aufgehoben ist.

Winterquartier als Alternative

Wenn Sie einen kühlen aber frostfreien Raum haben, wie beispielsweise eine Garage oder einen Kellerraum, dann dürfen Sie Topfminze darin überwintern. Für empfindliche Sorten wie Erdbeerminze ist das sogar die beste Wahl.

Minze in den eigenen Wohnräumen zu überwintern, ist eine heikle Sache, da es darin viel zu warm und trocken ist. Im besten Fall können Sie ein paar frische, wenn auch weniger aromareiche Triebe ernten. Eher wahrscheinlicher wird die Minze vor sich kränkeln und Schädlinge anziehen.

Auch im Winter muss gegossen werden

Nasse Winter verträgt die Minze im Beet bestens, solange sich keine Staunässe bildet. Trocknet die Erde im Winter jedoch aus, muss sie hin und wieder an frostfreien Tagen gegossen werden. Auch Topfexemplare verlangen im Winter nach Wasser. Natürlich wird nur in großen Zeitabständen und mit nur kleinen Portionen gegossen.