Einen Weihnachtsstern erfolgreich vermehren

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Der Weihnachtsstern lässt sich gut durch Stecklinge vermehren.

Weihnachtssterne sind zur Advents- und Weihnachtszeit beliebte Dekopflanzen, die, mit Geduld vermehrt werden können. Damit die Arbeit von Erfolg gekrönt ist, benötigt man eine gesunde, kräftige Pflanze.

Stecklingsvermehrung

Die Pflanze lässt gut durch Stecklinge vermehren. Solche Triebe, etwa 15 bis 20 cm lang, fallen beim Schneiden im Frühjahr an. Statt sie zu entsorgen, kann eine Vermehrung versucht werden. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Die Stecklinge werden im Frühjahr nach der Blüte geschnitten.
  • Dazu wird ein sauberes, desinfiziertes Messer verwendet, um Infektionen zu verhindern.
  • Schneiden Sie die Triebe unter einem Sprossknoten ab.
  • Schneiden Sie mehr Stecklinge als nötig, da nicht alle Triebe Wurzeln bekommen.
  • Die Stecklinge werden nach dem Abschneiden in heißes Wasser getaucht. Grund dafür ist der Milchsaft, welcher aus der Wunde fließt und diese verschließt. Bleibt die Schnittstelle nicht offen, wird der Trieb eintrocknen.
  • Um sicher zu gehen, kann die Schnittstelle auch noch mit Bewurzelungspulver bestreut werden.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter am Trieb.
  • Setzen Sie den Trieb etwa 3 cm tief in gute Anzuchterde.
  • Gießen Sie nun gut an und stellen Sie den Topf in ein Mini-Gewächshaus oder stülpen Sie einfach eine Plastiktüte darüber. Wichtig ist, dass ein tropisches, feucht-warmes Klima entsteht, da die Stecklinge die notwendige Feuchtigkeit aus der Luft ziehen.
  • Staunässe ist zu vermeiden.
  • Lüften Sie die Folie täglich, damit kein Schimmel entsteht.

Die weitere Pflege

Die Töpfe mit den neuen Weihnachtssternen bekommen einen hellen, warmen Standort . Die Temperatur sollte ständig zwischen 20 und 25 Grad liegen. Direkte Sonneneinstrahlung muss vermieden werden, da die jungen Pflanzen sonst vertrocknen. Regelmäßiges Gießen ist wichtig. Es darf aber keine Staunässe entstehen. Hier reagiert der Weihnachtsstern recht empfindlich. Zuviel Wasser lässt die Wurzeln faulen, die Pflanze geht ein. Die frischen Stecklinge können in einer nassen Erde gar keine Wurzel ausbilden und faulen sofort.

Sobald die Stecklinge frisch ausschlagen, kann man davon ausgehen, dass sie angewurzelt sind. Wenn sich zwei Blattpaare entwickelt haben, können die neuen Sterne in größere Töpfe umgepflanzt werden. Die frischen Pflanzen werden vorsichtig in neue Pflanzerde gesetzt, die jungen Wurzeln sollten nicht verletzt werden. Dann werden die Töpfe an einen hellen und warmen Standort gebracht. Die Temperatur sollte nicht unter 18 Grad fallen.

Weihnachtsstern abmoosen

Das Abmoosen ist eine besondere Technik zur Vermehrung. Ziel ist es, beim abzumoosenden Teil der Pflanze die Wurzelbildung anzuregen, obwohl er nicht in der Erde steckt. Beim Abmoosen verwendet man gern die Keilmethode. Dabei schneidet man in einen kräftigen Trieb des Weihnachtssterns einen Keil. In die Lücke steckt man einen schräg angeschnittenen Steckling. Dann umwickelt man das Ganze mit saugfähigem Material, wie Torfmoos, Heu oder Ähnlichem. Die Stelle wird einige Wochen gut feucht gehalten. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kann der komplette Trieb abgeschnitten und eingepflanzt werden.