Buchsbaum ist mit weißen Flocken übersät – was ist das?

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Wenn der Buchs weiß wird, liegt es oft an einem Schädling.

Nein, um Schneeflocken geht es hier nicht. Diese gehören zum Spiel der Naturkräfte und können dem winterharten Buchsbaum nichts anhaben. Weiße Flocken im Frühjahr, wenn die Sonne längst an Kraft zugenommen hat, sind ganz anderer Art. Sie können harmlos sein oder den Buchs erheblich schwächen.

Buchsbaumblattfloh

Dieser Schädling wird auch Buchsbaumblattsauger genannt. Er besetzt bevorzugt junge Blätter und frische Triebe. Mit seinem Saugen schafft er es, sie sichtbar zu deformieren. Die gebogene Form erinnert an Löffel, weswegen von Löffelblättrigkeit die Rede ist. Zu ihrem Schutz scheiden Buchsbaumblattflöhe weiße Wachsfäden aus, die aus der Ferne wie weiße Flocken wirken. In ihnen befinden sich die gelbbraunen Pflanzensauger. Ein starker Befall geht zudem mit klebrigen Blättern einher. Der ausgeschiedene Honigtau ist ein Nährboden für Rußtaupilze, was sich wiederrum als ein schwärzlicher Blattüberzug zeigt.

Bekämpfung

Die adulten Tiere legen im Sommer ihre Eier im Buchs ab. Die geschlüpften Larven überwintern an der Pflanze, um im Folgejahr ihr zerstörerisches Tun fortzusetzen. Mit einem Rückschnitt im Sommer können Sie einen Großteil der Eier bzw. Larven loswerden. Es genügt, wenn Sie die Triebspitzen einkürzen, ein starker Rückschnitt ist nicht notwendig. Verwenden Sie eine desinfizierte Schere, die Sie nach dem Schneiden erneut desinfizieren. So vermeiden Sie, dass eventuell angesiedelte Pilze übertragen werden. Anschließend können Sie noch ein Mittel aus Neem- oder Rapsöl spritzen. Der komplette Buchs muss damit tropfnass eingesprüht werden.

Tipps & Tricks

Steht der Buchsbaum sehr sonnig, müssen Sie ihn nach der Spritzung vorübergehend schattieren, damit er keine Verbrennungen davonträgt.

Woll- und Schmierläuse

Wollläuse und Schmierläuse überzeihen Blätter und Triebe mit weißen, watteähnlichen Gespinsten, insbesondere die Unterseiten der Blätter und die Triebverzweigungen. Auch an Wurzeln können sich die Läuse ausbreiten. Die weißen Flocken sind Kokons, die ihnen Schutz vor Fressfeinden bieten. Die drei bis sieben Millimeter großen Tiere saugen Pflanzensaft und verursachen dadurch erhebliche Schäden am Buchs.

  • Blätter vergilben und vertrocknen
  • verzögert folgt Blattverlust
  • Blätter und Triebe verkümmern
  • das Wachstum ist gehemmt

Bekämpfung

Wird der Befall frühzeitig entdeckt, sollte auch hier ein Präparat auf Neem- oder Rapsölbasis gespritzt werden. Ein starker Befall kann ohne Schneiden nicht eingedämmt werden. Entfernen und entsorgen Sie großzügig alle befallenen Triebe.

Harmlose weiße Flocken

Neue Trieb- und Blattknospen sind mit einer schützenden Wachsschicht überzogen. Wenn im Frühjahr der Buchsbaum seinen Austrieb startet, platzen diese auf und bleiben als weiße Flocken auf den Blättern liegen. Zeigt der Buchsbaum gleichzeitig keine Krankheitsanzeichen und ist von Schädlingen nichts zu sehen, muss nichts unternommen werden, da es sich um harmlose Flocken handelt. Sie fallen mit der Zeit von allein vom Buchs ab.