Steckbrief mit „persönlichen“ Daten einer Buche

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Die Buche ist ein sommergrüner Laubbaum.

Wenn wir uns mit einem Baum gut auskennen sollten, dann mit der Buche! Sie ist hierzulande weit verbreitet, wie keine andere Laubbaumart. Sicher ist ihr Anblick jedem, mal mehr und mal weniger, vertraut. Doch es gibt auch weniger sichtbare Fakten über sie zu berichten. Gespannt, ob Sie sie kennen?

Kurz und knapp

  • Wissenschaftlicher Name: Fagus
  • Familie: Buchengewächse
  • Bekannte Arten: Rotbuche, Blutbuche, Hängebuche
  • Verbreitung: gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel
  • Baumart: sommergrüner Laubbaum
  • Alter: bis zu 300 Jahre
  • Größe: bis zu 45 Meter
  • Wachstum pro Jahr: ca. 50-60 cm in die Höhe; 40-50 cm in die Breite; Stammumfang 1 cm
  • Winterhärte: absolut winterhart (bis -30 °C)

Blätter von Frühjahr bis Winter

Früh im Jahr, etwa im April, treibt die Buche neu aus. Ist das Frühjahr warm, zeigen sich die Knospen auch schon im März. Die Blätter der häufigsten Art Rotbuche haben folgende Merkmale:

  • eiförmig, zugespitzt, am Grund abgerundet oder keilförmig
  • 7 bis 10 cm lang, etwa 5 cm breit
  • Blattrand wellig und leicht gesägt
  • Blattunterseite teils behaart

Im Frühjahr sind die Blätter zartgrün, im Sommer glänzend dunkelgrün und im Herbst orangerot. Im Winter bleibt ein Großteil der braunen, vertrockneten Blätter an den Zweigen.

Tipps & Tricks

Das grüne Laub der Buche ist essbar. Probieren Sie ein paar Frühlingsblätter im Salat, sie sind besonders aromatisch und zart.

Blütezeit und Blüte

Die Buche blüht erst, wenn sie die Mannbarkeit erreicht hat, was meist im Alter von 10-15 Jahren der Fall ist. Die kurze Blütezeit geht nur von Ende April bis Mai. Ein Baum bildet zeitgleich männliche und weibliche Blüten.

  • Blüten stehen an jungen Zweigen
  • männliche Blüten: 3-5 cm lang; mehrere hängen in Büschen
  • weibliche Blüten: je 2-3 zusammen stehen aufrecht
  • Färbung: unauffällig gelb-grün-braun

Die Früchte

Buchen tragen erst ab einem Alter von 40-80 Jahren erstmals Früchte die Samen tragen. Die im September und Oktober reifen Nussfrüchte der Buche werden Bucheckern genannt. Alle 5-8 Jahre ist ein sog. Mastjahr. Die Buche trägt dann besonders viele Bucheckern. Diese sind zwar leicht giftig, dennoch können Sie sie essen. Sie müssen sie zuvor nur wässern und rösten. Dann können sie wie Nüsschen geknabbert oder zu Mehl- oder Kaffeeersatz vermahlen werden.

Wurzeln

Die Buche hat ein Herzwurzelsystem. In jungen Jahren werden zunächst mittig tiefe Wurzeln gebildet. Später wachsen seitlich viele Flachwurzeln. Sie befinden sich nur 0,5 bis 0,7 m unterhalb der Erdoberfläche.

Tipps & Tricks

Die Flachwurzeln können Mauern und Leitungen beschädigen. Halten Sie bei Solitärbäumen einen Pflanzabstand von 10-15 m ein.

Stamm und Rinde

Der Stamm der Buche bleibt bei freistehenden Bäumen kurz, damit ihn eine niedrige Krone beschatten kann. Der Stamm ist nämlich von einer sehr dünnen Rinde umhüllt. Sie ist zunächst dunkelgrün, später silbergrau. Die Rinde bleibt glatt, bildet keine Borke. Bäume, die im Wald von niedrigeren Bäumen beschattet werden, entwickeln einen Hochstamm. Das Holz der Buche hat einen rötlichen Schimmer und ist in der Möbelindustrie gefragt.

Standort und Boden

Buchen mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit einem frisch-feuchten und durchlässigen Boden. Er sollte sowohl kalkhaltig als auch nährstoffreich sein.

Vermehrung

Die Buche vermehrt sich über Samen. Daheim kann die Buche auch durch Stecklinge, Abmoosen oder Absenkern vermehrt werden.

Hinweis zur Hainbuche

Die Hainbuche ist keine echte Buche, sondern ein Birkengewächs. Aufgrund einiger Ähnlichkeiten wird sie jedoch häufig mit der Rotbuche verwechselt.